Unkraut vergeht nicht oder Mehr Würze ins Marketing!

397443_r_by_birgith_pixeliode_-1024x704Heide Liebmann möchte „Mehr Würze ins Marketing” bringen und hat sich in diesem Jahr eine besondere Weihnachtsaktion ausgedacht. Jeden Tag öffnet sich der Adventskalender mit einem würzig-aromatischen Artikel zu diesem Thema.

Ich öffne heute das 10. Türchen der Blogparade und prüfe, ob Unkraut überhaupt ins Marketing-Gewürzregal gehört.

Unkraut vergeht nicht oder Mehr Würze im Marketing

Wild wuchernd schlängelt sich die Ackerwinde im Frühling durch das Blumenbeet. Dem Hobbygärtner treibt es schon bei ihrem Anblick den Schweiß auf die Stirn und er sieht sich stundenlang im Gartenbeet mühevoll Giersch, Löwenzahn, Quecken und Co. auszupfen und jäten. Unkraut, diese hartnäckigen, sich schnell vermehrenden und Jahre überdauernden Pflanzen sind einfach unbeliebt.

Für Kenner und Liebhaber gibt es kein Unkraut, sie sprechen hier von Wildkraut, Begleitkraut oder sogar von Heilkräutern. Die Auslegung von Unkraut ist also eine ganz subjektive Wahrnehmung des menschlichen Empfindens. Und was vom Freizeitgärtner mit Zornesfalten ausgerissen wird, zupft die „Kräuterhexe” liebevoll und verwendet es für Salate, medizinische Zwecke oder braut einen Sud zur Pflanzenstärkung.

Und in welchem Zusammenhang steht das mit Marketing?

Es ist immer eine Frage der Wahrnehmung bei der entsprechenden Zielgruppe, ob ein Produkt oder eine Dienstleistung als Unkraut verpönt ist oder als Heilkraut freundlich willkommen geheißen wird und auch noch Kaufimpulse auslöst.

Unkraut, das sich schnell verbreitet und unerwünschte Reaktionen auslöst, kann mit lästiger Werbung, die täglich unseren Briefkasten verstopft oder als Spam per E-Mail und inzwischen auch über Twitter verbreitet wird, verglichen werden.

Die Folge:

  • sinnlose Verschwendung von Budget, Zeit und Ressourcen
  • negatives Image inklusive
  • Neukundengewinnung = Fehlanzeige

Welches Rezept ist nun empfehlenswert, um aus dem Unkraut ein Heilkraut zu machen?

Konzentration auf Ihre Zielgruppe

Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen: Wer interessiert sich für Heilkräuter? Wer nickt wissend, wenn die Rede von Hildegard von Bingen und Maria Treben ist? Wie kommuniziert diese Zielgruppe? Welche Sprache spricht sie? Welche Einstellungen, Verhaltensweisen, Erwartungen, Motive oder Emotionen treffen zu?

Nutzen Sie diese Informationen und sprechen Sie Ihre Kunden gezielt an.

Klare Fokussierung auf den Nutzen

Kaufentscheidungen werden nicht rational gefällt - vor allem psychologische Merkmale entscheiden über Kauf oder Nichtkauf. Kunden kaufen Nutzen, Kunden wollen Emotionen, Kunden brauchen Vertrauen.

Listen Sie also nicht nur reine Produkteigenschaften auf, sondern konzentrieren Sie sich auf den emotionalen Nutzen, z. B.

  • Ein strahlendes Hautbild durch die Anwendung von Kamille in der Aromatherapie
  • Fit ins Frühjahr: Löwenzahn der Vitamin- und Mineralstoffspender reinigt und entschlackt beim körperlichen Frühjahrsputz

Klare Positionierung als Schlüssel zum Erfolg

Positionieren Sie sich in der Nische, wo Sie als Experte für Heil- und Beikräuter wahrgenommen werden. Durch eine klare Positionierung geben Sie dem Konsumenten Orientierung. Das schaffen Sie durch klar kommunizierte Eigenschaften und Werte, die sich im Gedächtnis des Kunden einprägen.

Welche Eigenschaften wecken in Ihren Kunden angenehme Gefühle? Welche Eigenschaften interessieren und motivieren ihn?

Wichtig dabei ist es, immer glaubwürdig zu bleiben!

Fazit

Unkraut im allgemeinen Sprachgebrauch gehört nicht in Ihr Gewürzregal. Der bunte Strauß Heilkräuter unterstreicht und würzt Ihr Marketing jedoch vorzüglich.

Und es gibt noch einen zweiten Ansatz, wie wir vom Unkraut lernen können. Die Redensart „Unkraut vergeht nicht”, wird umgangssprachlich für Menschen verwendet, die nicht kleinzukriegen sind.

Und auch hier gibt es einen starken Bezug zum Marketing und der inneren Einstellung dazu. So wie das Unkraut sich nicht unterkriegen lässt und immer wieder zum Vorschein kommt, können wir das auch auf das allgemeine Vorgehen im Marketing übertragen. Das bedeutet zum einen: Kontinuität, also beständige Marktbearbeitung und langfristig angelegte Positionierung und Kommunikation. Und auch Flexibilität: Ihre Marketingstrategie sollte immer wieder hinterfragt werden und an neue Trends und Entwicklungen angepasst werden.

In diesem Sinne: Unkraut vergeht nicht!

Hier noch ein Tipp noch zum flexiblen Umgang mit Unkraut: Aufessen! Machen Sie einfach einen Salat oder eine leckere Bowle daraus.

2 comments to Unkraut vergeht nicht oder Mehr Würze ins Marketing!

  • Kompliment, Dein Blog ist gelungen und dieser Beitrag sehr schön geschrieben.
    Du weißt ja, ich gehöre zu denen die mit dem was andere Unkraut nennen, dem Alltagssüppchen erst die richtige Würze verleihen ;o}
    Freue mich schon auf deine zukünftigen Artikel.

    Herzliche Grüße
    AngieDor

  • Tja, das Leben kann so einfach sein, mann muss nur glück haben.

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